Bevölkerung

Die Algarve nimmt eine Sonderstellung als sichere Destination unter den beliebtesten Urlaubszielen weltweit ein.

Die heutige Bevölkerung Portugals ist im Vergleich mit vielen anderen Ländern sehr homogen: seit dem Ende der Maurischen Herrschaft über die Algarve im Jahre 1249 gibt es in ganz Portugal eine einheitliche römisch-katholische Religion sowie eine einheitliche portugiesische Sprache, und die Geschichte Portugals als koloniales Weltreich bildet den Kern der gemeinsamen nationalen Identität.

Dieser Tatsache verdankt es Portugal, dass es bis heute im Laufe seiner jüngeren Geschichte von ethnisch oder religiös bedingten Auseinandersetzungen verschont geblieben ist. Daran hat auch der Zustrom von Einwanderern aus den ehemaligen Kolonien nach dem Ende des Kolonialreiches nichts geändert, da diese einen ähnlichen kulturellen Hintergrund (Sprache und Religion) mitbrachten.


Menschen der Algarve

Wir möchten hier einige typische Menschen der Algarve stellvertretend für das ursprüngliche Leben der Einheimischen, vorstellen.

Jährlich besuchen mehrere Millionen Touristen aus dem In- und Ausland die Algarve, um hier ihre Ferien oder ein verlängertes Wochenende zu verbringen. Der Tourismusbetrieb verstellt manchmal den Blick dafür, wie die Menschen an der Algarve aussehen, die seit Generationen hier wohnen und arbeiten.


Bevölkerungsentwicklung

Entwicklung der Bevölkerung der Algarve von 2001 bis 2011

Kreis 2001 2011 Kreis 2001 2011

Entwicklung der Bevölkerung nach Kreisen

 

Albufeira 31 543 40 828 Alcoutim   3 770   2 917
Aljezur   5 322 5 884 Castro Marim   6 593   6 747
Faro 58 051 64 560 Lagoa 20 651 22 975
Lagos 25 398 31 048 Loulé 59 160 70 163
Monchique   6 974   6 045 Olhão 40 808 45 396
Portimão 44 818 55 614 São Brás 10 032 10 662
Silves 33 830 37 126 Tavira 24 997  26 167
Vila Real d. S.A. 17 956 19 156 Vila do Bispo   5 349   5 258

 

Die Bevölkerung der Algarve hat in den letzten 10 Jahren (2001 bis 2011) um mehr als 14 % zugenommen. Von dieser Entwicklung haben vor allem die Orte an der Küste profitiert.


Geschichtliche Entwicklung

Viele Völker haben im Laufe der Geschichte ihre Spuren im südlichen Portugal hinterlassen

Die Anwesenheit des Menschen ist in Portugal seit dem Homo erectus, der offenbar über die Straße von Gibraltar einwanderte, belegt. Die bekanntesten Funde aus der Jungsteinzeit (Neolithikum) an der Algarve sind Menhire bei Raposeira und Vila do Bispo und die Megalith-Anlage von  Alcalar bei Mexilhoeira Grande.

Zu Beginn des ersten Jahrtausends  v.Chr. dringen vom Norden her keltische Stämme in die Iberische Halbinsel ein. Zu dieser Zeit entstehen auch die ersten Handelsbeziehungen mit den Völkern des Mittelmeerraumes. Die Phönizier errichten eine Reihe von Häfen entlang der Algarveküste, und um 550 v.Chr. gründen die Karthager Portimao. In der Folgezeit kolonialisieren Griechen und Karthager den Süden der Iberischen Halbinsel, bis im zweiten Punischen Krieg die Römer die Region erobern und als Provinz Hispania ulterior, später als Lusitania  in das Römische Imperium eingliedern.

Während der Völkerwanderung fallen verschiedene germanische Stämme in der Iberischen Halbinsel ein, darunter die Sueben und später die Westgoten. 711 dringen Berberstämme über die Meerenge von Gibraltar ein und erobern bis 719 nahezu die gesamte Iberische Halbinsel. Unter der 5 Jahrhunderte währenden maurischen Herrschaft erlebt die Algarve eine kulturelle und wirtschaftliche Blüte.

Mit der Rückeroberung (Reconquista) der Algarve 1249 durch christliche Truppen endet die maurische Herrschaft in Portugal. Soweit sie nicht vertrieben werden, werden die noch dort wohnenden Muslime und Juden gezwungen, zum römisch-katholischen Glauben zu konvertieren.


Portugiesische Sprache

Portugiesisch ist eine Weltsprache

Portugiesisch ist eine Weltsprache, die außerhalb von Portugal in einer Reihe von ehemaligen Kolonien die alleinige Amtssprache ist, darunter Brasilien, Angola und Mozambique. Sie wird weltweit von über 200 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen.

Die Sprache hat sich im Westen der Iberischen Halbinsel aus einer Form des während des Römischen Reiches dort gesprochenen Vulgärleiteins entwickelt. Erste Dokumente in Portugiesische Sprache sind ab dem 11. Jahrhundert überliefert, und ab dem 15. Jahrhundert gibt es eine reiche Literatur.


Religion

Religion in Portugal

Eine überwältigende Mehrheit der Portugiesen von bekennt sich zur Römisch-Katholischen Kirche (2011: 81 %).

Mit der Einführung des Christentums als Staatsreligion de Römischen Imperiums wird auch die römische Provinz Lusitania christlich. Daneben gibt es ab ca. dem 1. Jahrhundert eine große jüdische Gemeinde auf der Iberischen Halbinsel. Dies ändert sich auch während der Völkerwanderung nicht, da die Sueben und Westgoten zum Zeitpunkt ihres Eindringens auf die Iberische Halbinsel bereits den christlichen Glauben angenommen haben.

Mit der Eroberung weiter Teile des heutigen Spaniens und Portugals durch die Mauren ab 711 gerät vor allem der südliche Teil der Iberischen Halbinsel unter islamische Herrschaft. Nach der Reconquista werden die Mauren, soweit sie nicht vertrieben werden, gezwungen zu konvertieren. Die jüdische Minderheit  (Sephardische Juden),  die seit der Spätantike  auf der Iberischen Halbinsel lebte, wird zunächst in Spanien (ab 1492) und später durch die Portugiesische Inquisition auch dort ins Exil getrieben.


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