Algarve Naturschutzgebiete

Erleben Sie die Natur der Agarve in den geschützten Naturparks: Costa Vicentina, Fonte da Benémola, Ria Formosa, Sapal de Castro Marim e Vila Real de Santo António, Reserva Biogenética de Sagres, Rocha da Pena,...

An mehreren Stellen der Algarve kann die Natur noch weitgehend ursprünglich bedobachtet und erlebt werden. Dies sind in der Regel Naturschutzgebiete, in denen Tiere und Pflanzen vor den Gefahren menschlichen Eingriffs geschützt werden.

Einige der Tier- und Pflanzenarten, die in den Naturschutzgebieten und anderen Gebieten von besonderem ökologischen Interesse überlebt haben, sind außerhalb dieser Zonen vom Aussterben bedroht. Andere Arten haben nur hier wegen der besonderen Bedingungen die Möglichkeit zur Entwicklung gefunden und sind so ein wichtiges Bestandteil des einheimischen Erbes.

Diese geschützen Gebiete werden von den Zugvögeln aufgesucht, und man kann Otter, Schildkröten, Flamingos, Störche, Reiher und das seltene Purpurhuhn beobachten. An diesen Orten finden sich eine ausgedehnte charakteristische Vegetation und geologische Besonderheiten. Und wir kommen an frühen Zeugnissen menschlicher Siedlungen vorbei, wie Windmühlen und eine Korbflechterei.

Der ganze natürliche Reichtum kann entlang von markierten Wegen, durch geführte Touren oder einen Besuch im Informationszentrum erfahren werden. Diese Form eines nachhaltigen Tourismus ermöglicht es dem Besucher, das Leben in diesen kleinen Paradiesen kennen zu lernen, wobei der Charm der unverfälschten Natur im Mittelpunkt steht.


Costa Vicentina

Ein Teil des Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina, eines der größten Naturschutzgebiete in Portugal

Die "Costa Vicentina" genannte Westküste der Algarve erstreckt sich über mehr als 60 km vom Cabo de São Vicente, dem südwestlichsten Punkt des europäischen Kontinents, bis nach Odexeice im Norden an der Grenze zum Alentejo. Schroffe Felsen der Steilküste wechseln sich ab mit kleineren Buchten mit herrlichen Sandständen.

Die Landschaft ist noch weitgehend vom Tourismus unberührt und verfügt über eine artenreiche Flora und Fauna. Der Parque Natural de Sudoeste Alentejano e de Costa Vicentina ist mit 70 Tsd. ha eines der größten Naturschutzgebiete Portugals.

Das Klima an der steil abfallenden Küste ist rauer als an der übrigen Algarve, die Brandung des Atlantischen Ozeans spektakulär. Die Costa Vicentina ist ganzjährig ein Paradies für Wander- und Naturfreunde. Die heideartige Vegetation der dahinter liegenden Hochebene blüht schon im Frühjahr üppig, und von den Klippen hat man spektakuläre Ausblicke auf den Atlantik.

Die Reserva Biogenética de Sagres zwischen Cabo de São Vicente und Ponta de Sagres ist ein einzigartiges Ökosystem, das im Herbst Vogelkundler aus aller Welt anlockt, um die Vogelschwärme auf ihrem Zug von Nord- und Mitteleuropa nach Afrika zu beobachten.

 


Fonte da Benémola

Ein verborgenes Paradies in der Barrocal-Region der Algarve nördlich von Loulé zwischen Querença und Tôr.

Fonte da Benéloma liegt in der Barrocal-Region der Algarve nördlich von Loulé zwischen Querença und Tôr. Es ist ein Naturschutzgebiet mit einem sehr interessanten Ökosystem, sowohl unter geologischen Aspekten wie wegen der Flora und Fauna. Das 390 ha große Areal beherbergt viele Arten von Bäumen und Büschen, die sonst an der Algarve kaum vorkommen. Auch einige der dort lebenden Tierarten sind besonders schützenswert.

Fauna: Da das ganze Jahr über Wasser vorhanden ist, gibt es hier zahlreiche Tierarten. Entlang dem Wasserlauf können Eisvögel, Meisen, Bienenfresser, Reiher, Amseln, Nachtigallen, Mönchsgrasmücken und Moorhühner beobachtet werden, die sich das Revier mit Fröschen, kleinen Fischen, Molchen, Salamandern und Süßwasser-Schildkröten, die im Wasser selbst leben, teilen. Das wichtigste Tier in diesem Reservat, der Otter, kann allerdings nur sehr selten beobachtet werden, wohl aber sind die Spuren seiner Anwesenheit auffällig. Desweiteren leben hier zwei Kolonien, von Fledermäusen, gleichermaßen die nahrungsreiche Umgebung und ihren geschützten Status genießend.

Flora: Am Rande des Wasserlaufs des Ribeira da Menalva, der das Naturschutzgebiet Fontes de Benéloma durchzieht, ist die Flora besonders üppig und vielfältig; man findet Eschen, Weiden, Dattelbäume, Schneeball-Sträucher, Zuckerrohrstauden, Brombeersträucher und Oleander. Am den Talhängen entlang des Flüßchens ist die Vegetation mediterran, mit Johannisbrotbäumen, Gummibäumen, Thymian und Rosmarin, Felsenrosen, Wacholder, Erdbeerbäumen, und verschiedenen Arten von Olivenbäumen. Auf den Schieferboden am Westrand des Naturschutzgebietes weicht diese Vegetation Steineichen und einigen Korkeichen.

 

Dies ist eine Übersetzung der Seite www.visitalgarve.pt mit freundlicher Genehmigung von RTA


Reserva Biogenética de Sagres

Die Arche Noah der Algarve zwischen Sagres und dem Cabo de São Vicente

Die Gegend vom Ponta de Sagres bis zum Cabo de São Vicente ist eine der letzten wilden und unberührten Küstenstreifen des südlichen Europas. Sie verdankt dies einer sehr geringen Bevölkerungsdichte und wenigen menschlichen Eingriffen. Die Vielfalt der Arten - viele davon einmalig auf der Welt - und natürlichen Lebensräume zeichnen dieses Naturschutzgebiet aus.

Seit 1988 ist dieses Gebiet der südwestlichen Algarve und der Costa Vicentina von der Europäischen Union als Biogenetisches Reservat klassifiziert. Die besondere gegrophischen Position führt dazu, dass das Klima sowohl vom Atlantik wie vom Mittelmeer beeinflußt wird. Das Gebiet ist ein wichtiges Zentrum von Meeresressourcen mit großer ökologischer Bedeutung.

Der Reichtum und die Vielfalt der Natur des Küstenstreifens, die unterschiedlichen geographischen Gegebenheiten und verschieden Ereignisse, wie das Zutagetreten von Felsen aus dem tiefen Wasser während des Sommers, tragen zur hochentwickelten Artenvielfalt bei.

Die Felsenküste von der Ponta de Sagres bis zum Cabo de São Vicente bietet eine Vielzahl natürlicher Lebensräume, darunter Marschen, Klippen, Sanddünen und Lagunen. Zugleich führen die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Ökosystems des Meeres zur Entwicklung einer seltenen, oft als einzigartig beschriebenen Fauna: Biscutella vicentina, Diplotaxis vicentina und Hyacinthoides vicentina sind Beispiele von Pflanzen, deren Namen darauf hinweisen, dass sie nur hier vorkommen.

Besonders hervorzuheben ist die Vielzahl von Vögeln, die in der Gegend brüten - darunter alleine 25 Arten, die ihre Nester in den Klippen bauen. Tatsächlich ist das Biogenetische Reservat von Sagres der einzige Ort welteit, wo Störche auf Meeresklippen nisten, und das einzige Gebiet in Portugal, in dem eine Otternkolonie ihre Nahrung im Meer sucht.

Ein weiteres interessantes Naturereignis ist das Auftachen Tausender von Greifvögeln im Herbst, darunter verschieden Adler- und Geierarten, Habichte und Falken.

Durch die unterschiedlichen Lebensräume gibt es eine friedliche Koexistenz seltener heimischer Arten in einer gut erhaltenen natürlichen Umgebung. Dies macht das Gebiet zwischen Ponta de Sagres und Cabo de São Vicente zu einem im Weltmaßstab einzigartigen Paradies.


Ria Formosa

Die einzigartige Lagunenlandschaft in der Ostalgarve

Von Cacela Velha östlich von Tavira bis zum kleinen Ort Ludo nahe des Flughafens von Faro erstreckt sich das Naturschutzgebiet Ria Formosa. Seine vorgelagerten Sanddünen bilden langgestreckte Inseln mit typischer Vegetation, unterbrochen von Durchfahrten zum offenen Meer. Entstanden ist diese Lagunenlandschaft durch das letzte große Seebeben im Jahre 1755. Wind, Wellengang und Gezeitenstrom verändern bis heute beständig Breite, Tiefe und Lage der Barren und Inseln, bei starker Brandung oft innerhalb weniger Tage. Von dieser regelmäßigen Umformung zeugen die zahlreichen archäologischen Stätten entlang der heutigen Küstenlinie, etwa die Überreste von Thunfischverarbeitungsanlagen und Besiedlung aus römischer und vorrömischer Zeit.

Seit Mitte der 80er Jahre ist die Ria Formosa Naturschutzgebiet, in dem sich nach Meinung von Meeresbiologen bis zu 80 Prozent der Fische des Nordatlantik reproduzieren. Schutzbereiche schonen die Vegetation und die Brutstätten von Seevögeln. (Wappentier der Naturschutzbehörde ist das seltene und scheue Purpurhuhn Porphyrius porphyrius, das in unmittelbarer Nähe des Flughafens nisten soll.) Eine wirtschaftliche Nutzung ist nur in eigens ausgewiesenen Flächen, zum Beispiel für Muschelgärten, erlaubt. Neben Kleinfischerei, Muschel- und Fischzucht wird in der Ria vor Tavira, bei Fuzeta und zwischen Olhão und Faro traditionell Meersalzgewinnung betrieben.

Beeindruckend ist der Wechsel des Landschaftbildes, von der alles geschlossenen Wasserfläche bei Springhochwasser bis zum absoluten Tiefstand sechs Stunden später. Ein Streifzug bei Niedrigwasser führt über Queller- und Salzgrasflächen, von denen Winkerkrabben „grüßen”, über trockengefallene Sandbänke, in deren Tiefe sich Muscheln und Schnecken zurückgezogen haben, und durch Priele und Senken mit stehendem Wasser, wo es von Grundeln und Garnelen, Steinkrebsen und Strandkrabben wimmelt. Im Winter lassen sich von den Deichen der Salinen Stelzvögel, Störche, Kormorane, Kraniche, Reiher, Flamingos, Löffler und viele andere Wasservögel beobachten, die hier ihr Winterquartier aufsuchen.

Klima und Ausdehnung, geringe Schadstoffbelastung und ständiger Austausch des Wassers durch die Gezeiten machen die Ria Formosa zu einem in dieser Form einzigartigen Lebensraum von unschätzbarem ökologischem Wert.


Rocha da Pena

Ein herrlicher Blick über die Landschaft de Barrocal zwischen Alte und Salir

Das Naturschutzgebiet von Rocha da Pena bietet einen der besten Aussichtspunkte über die ausgedehnte Landschaft des Barrocal mit all den geologischen Besonderheiten und der Vielfalt der Flora und Fauna, für die das Barrocal berühmt ist. Diese zwischen Benafim und Salir gelegene Felsformation erstreckt sich auf über 600 ha und ist am höchsten Punkt 479m hoch. Ein 50 m hoher Felsüberhang ist weithin sichtbar, dahinter erstreckt sich ein Plateau von 2 km Länge.

Die natürliche Schönheit dieser Landschaft resultiert aus einer mannigfaltigen und artenreichen Fauna (über 390 Arten) und der charakteristischen geologischen Formation der Barrocal Landschaft der Algarve. Hervorzuheben sind auffallende wilde Rosen, Scharfgarbe, wilde Orchideen und verschiedenen Arten duftender Rosmarin.

Aus der Vielzahl von Tierarten, die hier leben, ragen besonders Greifvögel heraus: der Habichtadler, Bussarde und die Eule. Daneben patroullieren viele andere Vögel am Himmel, der Bienenfresser, Spechte und Meisen. Wildkaninchen teilen sich das Revier mit Füchsen, Ginsterkatzen, Mungos und einer kleinen Spezies von Wildschweinen.

Diese wilde, unberührte Landschaft , die sich bis zum entfernten Meer ausdehnt, ist ideal für längere Wanderungen. Sie wird aber auch von Kletterern bevorzugt, da ihre Klippen und tiefen Einschnitte, mit der die Natur die Landschaft ausgestattet hat, ausgezeichnete Voraussetzungen bieten.

Die Höhlen, die die Erosion des Wasser aus den Kalkfelsen über Jahrmillionen ausgewaschen hat, sind ebenso lohnenswerte Entdeckungsziele. Hoch oben auf dem Gipfel von Rocha de Pena liegt Algar dos Mouros, ein historischer Ort, an dem sich die Mauren versteckten, als sie auf der Flucht vor den Truppen von Paio Peres Correia waren, als er Salir zurück eroberte.

Die steinernen Befestigungen in diesem Ort datieren möglicherweise bis in die Eisenzeit zurück und haben lange als strategische Verteidigungdposition gedient. Neben den Windmühlen von Pena sind ein Torbogen und ein Kamin im Dörfchen Penina, beide aus dem Jahre 1827, ebenfalls einen Besuch wert.


Sapal de Castro Marim e Vila Real de Sant António

Die Salzmarschen von Castro Marim - ein Naturreservat zwischen Land und Meer an der Mündung des Rio Guadiana

Gelegen an der Flußmündung des Guadiana, ist das Naturreservat Sapal de Castro Marim und Vila Real de Santo Antonio eines der bedeutendsten Feuchtgebiete in Portugal und von der Ramsar Konvention anerkannt. Es verdankt seinen besonderen Status der Tatsache, dass seine Ökologie besonders repräsentativ für ein Feuchtgebiet ist. Es wird gebildet aus Salzmarschen mit ihrem speziellen Brackwasser, Salzpfannen und Wasserläufe, die eine Vielfalt von Pflanzen und Lebewesen beheimaten.Trockene Gebiete aus Schiefer, rotem Sandstein, Quarzfelsen und sandige Striche sowie höher gelegene Gebiete, die bis zu den Hügelketten der Serra führen, vervollständigen diese biologische Vielfalt.

Das Sapal de Castro Marim ist ein natürlicher Lebensraum für Tausende von von Wasservögeln, die hierher wegen der ausgezeichneten Nistmöglichkeiten kommen, oder um hier zu überwintern. Während eines Jahres suchen 150 verschiedene Arten, darunter Flamingos, Störche, Strandläufer und Regenpfeifer dieses Revier auf - sei es um hier zu bleiben, oder als saisonaler Rastplatz auf ihrem Weg zu fernen Ländern.

Die große Bedeutung des natürlichen Umwelterbes ergibt sich auch aus der Tatsache, dass hier vdas Brutgebiet zahlreicher Wassertiere liegt. Bis zu 34 verschiedene Molluskenarten, 10 Fischarten, 13 Reptilienarten, 11 Amphibienarten und sechs Arten von Krustentieren veranschaulichen, wie dieses Gebiet als natürliches Aufzuchtgebiet dient. Die höhergelegenen Gebiete beherbergen inzwischen weitere Vogelarten, darunter auch Greifvögel.


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